Info für den Arzt

BKK gegen Darmkrebs

Mit dem Aktionsbündnis gegen Darmkrebs wollen wir die Bemühungen der Ärzteschaft um Früherkennung unterstützen.

Die Vorsorgedarmspiegelung wird von nur 3 % der Berechtigten, mit weiter sinkender Tendenz, in Anspruch genommen. Nach dem Vorbild Brustkrebs-screeening werden die Versicherten der teilnehmenden BKKen im Alter 55 Jahren angeschrieben und persönlich zur Koloskopie eingeladen.Wir erwarten mit dieser Maßnahme eine Verdoppelung der Teilnahmeraten.
Wir wollen uns aber auch um die Menschen kümmern, die mit der Vorsorgedarmspiegelung nicht erreichbar sind und bieten diesen Personen alternativ die Teilnahme an einem Stuhltest an. Für die Altersgruppe 50-54 Jahre wird es ebenfalls eine Einladung zum Screening geben, hier aber dann direkt zum Test weil ja noch kein Anspruch für eine Spiegelung besteht.

In beiden Fällen wird den Versicherten ein immunologischer Stuhltest angeboten. Dieser Test entspricht auch den neuen GKV Bestimmungen.

Über die Aktion sind die KVen von uns unterrichtet worden. Die Ärztezeitung ist unser Medienpartner und Sie jederzeit über den aktuellen Stand unterrichten. Auch die Unterstützung des Berufsverbands der niedergelassenen Gastroenterologen (BNG) liegt vor, wie auch die der FELIX BURDA STIFTUNG.

Mit BKK gegen Darmkrebs wollen wir unseren gesetzlichen Auftrag zur Prävention erfüllen und mit dazu beitragen, die Rate an Kolonkarzinomen zu reduzieren bzw. Neuerkrankungen zu vermeiden.

Im Rahmen der wiss. Auswertung bitten wir auch um Ihre Unterstützung. Die Teilnehmer mit positivem Test werden von den Hausärzten/-ärztinnen sicher zur Spiegelung überwiesen. Faxen Sie bitte die anonymisierten Koloskopiebögen an das Institut IMIBE. Somit wird eine fundierte wissenschaftliche Auswertung ermöglicht.
Wir sind sicher, dass Einladungsverfahren in Kombination mit besserem Test kurzfristig die Rate an Kolonkarzinomen halbieren könnte.

Über Fragen, Anregungen und Hinweise aus Ihrer fachlichen Sicht freuen wir uns natürlich jederzeit.

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